Vom Wunsch zum Tile

Aufbau der Rendering-Pipeline für den Stadtplan

Der Aufbau der Rendering-Pipeline für die Tiles des neuen koeln.de Stadtplans folgt weitgehend dem Vorbild von OSM selbst.

OSM Rendering auf koeln.de

Via JOSM werden die Daten in unserer lokalen OSM-Datanbank bearbeitet. Von dort werden die Daten im Anschluss mittels Osmosis und Osm2pgsql in eine PostgreSQL-Datenbank überführt. Der letzte Schritt besteht im tatsächlichen Rendern der Kacheln mit Mapnik 2 und dem dazugehörigen deutschen Stil.

Licht & Schatten

Wir sind damit in der Lage unsere Tiles in unserem eigenen Stil zu rendern. Beispielsweise werden Bahnhöfe der Deutschen Bahn oder KVB auf unseren Karten mit eigenen Symbolen versehen.

Gegenüberstellung Renderingstil OSM - koeln.de

Hier zeigen sich die Unterschiede im Stil von koeln.de im Vergleich zum Stil der deutschen Openstreetmap.

Zusätzlich können wir nun Fehler in unseren Karten korrigieren die in OSM vielleicht nicht so einfach behoben werden können (beispielsweise Positionsänderungen von Knoten um das Rendering zu beeinflussen).

Wir wollten aber natürlich nicht auf die Möglichkeit verzichten unseren lokalen Datenbestand jederzeit mit frischen Daten der OSM-Community aktuell zu halten. Gleichzeitig sollten aber unsere lokalen Änderungen bei solchen Updates nicht verloren gehen. Nach einigem hin und her war klar dass das mit Bordmitteln nicht mehr möglich war.

Ans Eingemachte

Wir entschieden uns für eine Anpassung des lokalen OSM Rails Port. Dieser versieht nun all unsere Änderungen die darüber in die Datenbank fliessen mit entsprechenden Tags. Der Updateprozess stützt sich dann auf diese Tags um vor einem Update mit aktuellen Daten alle lokalen Änderungen separat zu sichern. Nach erfolgtem Update werden diese Daten dann wieder eingespielt und bleiben so erhalten.

Der Nachteil dieser Arbeitsweise ist dass alle Knoten und Wege die von uns bearbeitet wurden ab diesem Zeitpunkt keine Updates mehr aus der OSM beziehen. Wir werden also immer versuchen die Änderungen die in der OSM Sinn machen auch dort einzupflegen.

Operation geglückt

Mit diesen Werkzeugen sind wir nun erstmals in der Lage unsere eigenen Kacheln vom ersten Datenpunkt bis zum letzten Pixel zu beeinflussen.

Wo geht die Reise hin?

Es bleibt noch viel zu tun. Die Zeit die das Rendering eines kompletten Tilesets für Köln/Bonn mit Umland benötigt ist mit ~14 Stunden noch relativ hoch. Komfort ist auch noch keine Stärke unseres Setups. Die Zukunft bleibt spannend!

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